StoREgio Energiespeichersysteme

StoREgio beteiligt sich im Konsortium Designetz am SINTEG Wettbewerb

Konzept der kaskadierenden Systemverantwortung; Quelle: RWE

Im Namen von 36 Partnern, unter anderen StoREgio und zahlreiche Mitglieder von StoREgio, hat RWE die Projektskizze zum Vorhaben "Designetz - Baukasten Energiewende - Von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft" Ende Mai beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eingereicht. Damit bewirbt sich das Konsortium um die Teilnahme am Demonstrationsprojekt "Schaufenster intelligente Energie (SINTEG) - Digitale Agenda für die Energiewende". Das Vorhaben des Konsortiums wäre im Falle der Realisierung das technisch bislang umfassendste Demonstrationsprojekt zur Integration Erneuerbarer Energien in das Versorgungssystem. Bis zu 100 Mio. Euro würden in entsprechende Projekte investiert.

Die Bundesländer-übergreifende Kooperation mit einem umfassenden, überregionalen Ansatz ermöglicht es, dass im Rahmen des Designetz-Vorhabens nahezu alle Einspeisezustände und Versorgungsaufgaben des Jahres 2035 für das gesamte Bundesgebiet abgebildet und somit späterhin auch übertragen werden können ("Klein-Deutschland"). Die Bundesländer bringen sich mit ihren jeweiligen Spezifika der Versorgungsaufgabe ein: In NRW bildet das Ruhrgebiet mit seiner energieintensiven Industrie und seiner dichten Besiedlung und entsprechend großem Strom- und Fernwärmebedarf den Schwerpunkt des Vorhabens "Designetz". Im Saarland werden die besonderen Herausforderungen einer stark industriell geprägten Region untersucht, die von einem beschleunigten Strukturwandel betroffen ist. In Rheinland-Pfalz wiederum kann die Interaktion eng zusammen liegender Regionen mit hohen Erzeugungsüberschüssen aus erneuerbaren Energien mit industriellen und urbanen Lastzentren untersucht werden.

Angestrebt wird neben einem stabilen Netzbetrieb auch ein weitgehend lokaler oder regionaler Verbrauch der erneuerbar erzeugten Energie. Geprüft wird unter anderem die Rolle, die Speicher dabei spielen können. Ferner soll es möglich sein, im Rahmen von virtuellen Kraftwerken Systemdienstleistungen anzubieten. Als Ergebnis des Projekts sollen Musterlösungen für das Massengeschäft erarbeitet werden, bei denen das Zusammenwirken von Netz und Markt eine entscheidende Rolle spielt. Erwartet wird eine entsprechend hohe Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnik. In diesem Rahmen soll auch ein hochverfügbares Funknetz auf Basis 450 Megahertz aufgebaut werden. Sofern sich die gefundenen Lösungen als erfolgreich erweisen, ist mit nennenswerten Folgeinvestitionen der Privatwirtschaft zu rechnen.

Der Verbund besteht aus kleinen und großen Energieversorgern, Stadtwerken, stromintensiven Betrieben sowie Kommunikationsunternehmen, IT-Startups, Anlagenherstellern und Hochschulinstituten. Auf diese Weise ist ein umfassender und integrativer Ansatz gewährleistet, der sowohl technisch, marktlich als auch gesellschaftlich die Herausforderungen der Energiewende berücksichtigt. Der Förderantrag wurde fristgerecht zum 31. Mai 2015 beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht.

"Neben der Koordinierung der RLP-Aktivitäten übernehmen die Transferstelle Bingen und StoREgio inhaltliche Aufgaben im Projekt und bringen dazu ihre Vorerfahrungen ein. Wir werden ein Schnittstellenmanagements zwischen den Demonstrationsprojekten und Querschnitts-Arbeitspaketen, z.B. der (Daten-) Anforderungen von Arbeitspaketen an Demonstrationsprojekte aufbauen und den Input von Demonstrationsprojekten in die Arbeitspakete bringen", so Dr. Peter Eckerle, Geschäftsführer von StoREgio.